Führen wir angesichts der aktuellen Problemen überhaupt noch die richtigen Debatten? Der Bedarf an differenzierten Antworten wird infolgedessen immer größer. Aber gerade bei den Themen, die am heftigsten diskutiert werden, ist der Informationsstand des Bürgers erschreckend gering. Umfragen belegen, dass nur eine Minderheit weiß, dass die Umsetzung der Nichtraucherschutzgesetze nicht zwingend ist, es gibt keine EU-Richtlinie wie immer in der Presse kommuniziert sondern nur ein Grünbuch das aber nicht bindend ist für Deutschland.
Das ist ein Armutszeugnis für alle Beteiligten: die Politiker, die sich allzu leicht an Detailfragen festhaken und die großen Linien nicht aufzeigen, die Medien, denen billige Schlagzeilen oft wichtiger sind als saubere Information, die Fachleute, die sich oft zu gut dafür sind, in klaren Sätzen zu sagen, "was Sache ist".
Ob Nichtraucherschutzgesetze, Kernkraft oder Vorratsdatenspeicherung: Wir leiden darunter, dass die Diskussionen bei uns bis zur Unkenntlichkeit verzerrt werden - teils ideologisiert, teils einfach "idiotisiert". Solche Debatten führen nicht mehr zu Entscheidungen, sondern sie münden in Rituale, die immer wieder nach dem gleichen Muster ablaufen, nach einer Art Sieben-Stufen-Programm:

Ein abwechslungsreiches Land, spannend und so vielfältig, wie die Menschen die hier leben. Landeshauptstadt ist Mainz. Hier startete gestern Abend das FreieRaucher.de Volksbegehren gegen das Nichtraucherschutzgesetz die am 15. Februar in Kraft treten. Wir sammeln in der ersten Phase 20.000 Stimmen um dann beim Volksbegehren innerhalb von 2 Monaten 300.000 Stimmen zu sammeln. Haben wir Erfolg und sollten alle Rheinland-Pfälzer schnell unterschreiben, kann das Gesetz noch vor dem Start erfolgreich verhindert werden.
Die Unterlagen können wie gewohnt unter "Volksbegehren Anträge" auf der Website www.FreieRaucher.de heruntergeladen werden.
Also nicht abwarten und die Köpfe einziehen und sich alles gefallen lassen sondern aktiv werden. Um es in historischen Worten zu sagen: "Durch Rheinland-Pfalz muss ein Ruck gehen."
Unser Credo: "Einer für alle und alle für einen". Dieser Spruch steht für den Antrieb der mich und mein Team immer wieder zu Hochleistungen beflügelt. Nur: Wer bestimmt was sozial, was gerecht ist? Einer Auseinandersetzung zu diesem Thema sollte die Definition des Sozialstaatsprinzips zugrunde liegen: In der Bundesrepublik Deutschland wird Soziale Gerechtigkeit als ideelles Ziel aus dem Sozialstaatsgedanken des Artikel 20, Absatz 1 des Grundgesetzes abgeleitet. Dem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden. Insbesondere wird auch angestrebt, eine angemessene Mindestsicherheit zur Führung eines selbst bestimmten Lebens in Würde und Selbstachtung zu gewährleisten. Doch der Sozialstaat steht vor einem Dilemma: Durch die der Globalisierung zugeschriebene, immer stärker werdende Beeinflussung des Wirtschaftsprozesses verliert er die Kontrolle über große Teile der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Wer aber definiert fortan was sozial und was gerecht ist? Arbeit zu jedem Preis?
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