Da staunten die acht Obdachlosen des Wohnheims Aueweg 4 nicht schlecht: eine Aktion extra für sie auf dem Baunataler Marktplatz organisiert! Ein Bratwurststand, welcher von dem unabhängigen Zusammenschluss einiger freiwilliger Helfer, von Die Macher e.V. aufgebaut worden war. Dazu heiße Getränke und weihnachtliche Musik. Das erfreuliche Resumée des Tages bestand in der Einnahme von insgesamt 436, 60 €. Dieses Geld war für ein gemeinsames Weihnachtsessen am 24. 12. 2006 im Obdachlosenheim im Aueweg geplant.
Oliver Bienkowski, Initiator der gesamten Aktion plant, ähnliche Aktionen für die Zukunft, diese sollen alle zwei Wochen stattfinden, sofern sich freiwillige Helfer und Sponsoren aus der Bevölkerung finden. Diese spontane Aktion war innerhalb von nur vier Tagen geplant worden. Bei einem Jazzfestival hatte er einen ehemaligen Schulfreund Sebastian Stüssel von der CDU in Baunatal wieder getroffen. Nach den ersten beiden Sätzen kam die Idee von Bienkowski zur Sprache, eine Aktion für die Obdachlosen in Baunatal zu organisieren. Er rief daraufhin in den Sozialämtern an, um die geplante Aktion unter den Obdachlosen bekannt zu machen.
Über zehn Bedürftige besuchten bis in den späten Abend hinein den Bratwurststand von Die Macher e.V. um sich satt zu essen und bei alkoholfreiem Glühwein und interessantem Publikum ein Pläuschen zu halten. Über 150 Personen spendeten für "Die Macher e.V." Am Abend wurden die gesamten übrig gebliebenen Speisen dem Wohnheim der Obdachlosen von Herrn Bienkowski übergeben.
Am 24. 12. 2006 wollte Herr Bienkowski mit den Bedürftigen des Wohnheimes Fondue kochen und nebenher zu kontroversen Gesprächen einladen. Diese Aktion wurde jedoch von Frau Sauer von der Stadt Baunatal unterbunden. Und dies an einem Tag wie Heiligabend, was schon sehr an einen Skandal denken lässt! Während andere Familien glücklich Weihnachten feiern wird es sich ehrenamtlich engagierenden Menschen untersagt, sich um andere zu kümmern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen!
Der Rotaryclub Baunatal, die 30-40 geschäftstüchtigen, meist Unternehmer oder Aristokraten, geführt von Herrn Karsten Koppelin, haben letztens für die Aktion der HNA gespendet. Es sind 91,51€ zusammengekommen. Im Zeitalter von Onlinebanking, Zusicherungen und Großherzigkeit bei der Basis in Baunatal, ist der Betrag von 2,66€ pro Rotarier doch mal ein Zeichen.
Unser Credo: "Einer für alle und alle für einen". Dieser Spruch steht für den Antrieb der mich und mein Team immer wieder zu Hochleistungen beflügelt. Nur: Wer bestimmt was sozial, was gerecht ist? Einer Auseinandersetzung zu diesem Thema sollte die Definition des Sozialstaatsprinzips zugrunde liegen: In der Bundesrepublik Deutschland wird Soziale Gerechtigkeit als ideelles Ziel aus dem Sozialstaatsgedanken des Artikel 20, Absatz 1 des Grundgesetzes abgeleitet. Dem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden. Insbesondere wird auch angestrebt, eine angemessene Mindestsicherheit zur Führung eines selbst bestimmten Lebens in Würde und Selbstachtung zu gewährleisten. Doch der Sozialstaat steht vor einem Dilemma: Durch die der Globalisierung zugeschriebene, immer stärker werdende Beeinflussung des Wirtschaftsprozesses verliert er die Kontrolle über große Teile der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Wer aber definiert fortan was sozial und was gerecht ist? Arbeit zu jedem Preis?
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